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Die Alpen - Eine Naturerfahrung

Eugène Emmanuel Viollet-le-Duc, Der Künstler zeichnend, während er in einer Gletscherspalte festsitzt, 1870, Aquarell mit Gouache gehöht, Katrin Bellinger Collection, London, Inv. 2017-003

© Katrin Bellinger Collection, London, Photo: Glynn Clarkson

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Dieses Aquarell, das durch seine subtilen Blautöne besticht, erinnert an einen schlimmen Unfall, den der Künstler, ein leidenschaftlicher Bergsteiger, selbst dokumentiert hat. Während einer Expedition auf dem Schwarzberggletscher im Schweizer Kanton Wallis stürzte er in eine tiefe Gletscherspalte, blieb aber an dem Seil hängen, das ihn mit seinem Führer Baptiste verband. Nachdem er mutig das Seil durchgeschnitten hatte, um Baptiste das Leben zu retten, landete er auf einem eisigen Felsvorsprung. Während er auf Hilfe wartete, holte er sein Skizzenbuch hervor und zeichnete das Gletscherinnere.

 

Seine Italienreise hatte einen nachhaltigen Einfluss auf Pieter Bruegels Kunst. Gestützt auf Reiseskizzen, seine Erinnerung und Fantasie entwarf er die Serie der Großen Landschaften. In der Ansicht von Tivoli fügte er die kleine Figur eines Zeichners ein. Auf seinem Rückweg in den Norden erlebte er auch die grandiosen Bergkulissen der Alpen. Karel van Mander berichtet, dass Bruegel "viele Veduten nach der Natur gezeichnet [hat], so daß gesagt wird, er habe, als er in den Alpen war, all die Berge und Felsen verschluckt und sie, nach Hause zurückgekehrt, auf Leinwände und Malbretter wieder ausgespien, so nahe vermochte er in dieser und anderer Beziehung der Natur zu kommen.”

 

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