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#227

Dreifaltigkeitsmedaille

Reinhart, Hans (um 1500/10-1581) | Medailleur

01:18

Die Dreifaltigkeitsmedaille ist das Hauptwerk des Leipziger Künstlers Hans Reinhart des Älteren. Er gilt als  der wichtigste Vertreter der sächsischen Medaillenkunst in der Renaissance.

Auf der Vorderseite erkennen Sie das Motiv des Gnadenstuhls, eine seit vorreformatorischer Zeit beliebte Darstellungsform der Heiligen Dreifaltigkeit in Verbindung mit dem Leiden Christi. Der frontal thronende Gottvater mit den Insignien des Weltenherrschers hält vor sich den gekreuzigten Jesus Christus. Dazwischen sitzt die Taube des Heiligen Geistes auf dem Kreuzbalken. Weil die Silbergussmedaille so groß ist, mussten der Gekreuzigte und die Taube aufgelötet werden.

Die Rückseite zeigt eine von zwei Engeln gehaltene Tafel mit 22 Zeilen lateinischem Text aus dem Athanasischen Glaubensbekenntnis und einem kirchlichen Hymnus. Darüber können Sie das herzoglich-sächsische Wappen erkennen. Wahrscheinlich hatte Herzog Moritz von Sachsen die Dreifaltigkeitsmedaille in Auftrag gegeben. Er bemühte sich sehr, die noch junge protestantische und die katholische Konfession miteinander zu versöhnen.

Material & Technik
Silber, gegossen, ziseliert, gelötet, montiert
Museum
Münzkabinett
Ort & Datierung
Sachsen, 1544
Inventarnummer
BGB8832
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