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#217

10 Taler (10facher Löser) - Tod des Herzogs Johann Friedrich zu Braunschweig-Calenberg

Johann Friedrich, Braunschweig-Calenberg, Herzog (1625-1679) | Münzherr
Bornemann, Rudolf (1650-1711) | Münzmeister

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Diese Münze ist ein Löser. Als Löser bezeichnete man besonders schwere und große Silbermünzen, die vorwiegend aus der Ausbeute der Harzer Bergwerke gewonnen wurden. Die Herzöge von Braunschweig- Lüneburg und Braunschweig-Wolfenbüttel ließen sie im Gewicht von eineinhalb bis zehn Talern prägen. Mehr als ein Jahrhundert lang, von 1574 bis 1688.

Ursprünglich dienten die Löser als Geldreserve im eigenen Land. Dann kamen die Fürsten auf die Idee, die großen Löser dafür zu nutzen, sich selbst und ihre Familien darzustellen und ihre Herrschaft zu repräsentieren. Eine solche Repräsentationsmünze ist dieser Löser.

Er ist außergewöhnlich schwer und wiegt das Zehnfache eines Talers. Ausgegeben wurde er anlässlich des Todes von Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg im Jahre 1679.

Auf der Vorderseite ist dessen gekröntes Monogramm zu erkennen: die Initialen J F in einem Lorbeerkranz. Die Rückseite zeigt ein Gerippe, das auf einer Insel im Meer steht. Es reißt den letzten Zweig mit der Nummer 79 von einer Palme ab. Auf dem Boden verstreut liegen bereits einige der abgezupften Palmzweige. Sie alle sind nummeriert. Die Zahl 25 nimmt Bezug auf das Geburtsjahr des verstorbenen Herzogs: 1625. Die Szene ist eine allegorische Darstellung des Todes. Die lateinische Legende jedoch verheißt dem verstorbenen Fürsten eine glückliche Zukunft: „Einen sicheren Weg bereitet der göttliche Wille. Während Dein Lebensfaden eilends abgerollt wird, Friedrich, bereitet das Schicksal unvermutet den sicheren Weg des Ruhmes“.

Material & Technik
Silber, geprägt
Museum
Münzkabinett
Ort & Datierung
Braunschweig-Calenberg, 1679
Inventarnummer
AQB15525
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Eingeschränkte Netzwerkverbindung