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Abschlusstext

Das Bild vom indigenen Nordamerika ist bis heute oftmals geprägt von stereotypen, historisierenden Vorstellungen. Plakate können diesen Horizont erweitern, da sie Themen ins Zentrum rücken, die für die indigene Bevölkerung relevant sind. Die Plakate dieser Ausstellung reflektieren diese von der Arktis bis in den US-amerikanischen Süden und Südwesten. Sie stammen vor allem aus der Sammlung von Christian Feest, der in über 30 Jahren etwa 320 Plakate gesammelt hat. Dazu kommen Plakate anderer Leihgeber*innen und Poster, die im Internet zum Download und Ausdrucken bereitstehen.

Die Auswahl erfolgte primär nach inhaltlichen Aspekten, die die Bandbreite der Themen widerspiegeln soll. Daran anschließend kamen gestalterische und regionale Gesichtspunkte zum Tragen. Ein zentraler Aspekt war, dass die Plakate von der indigenen Bevölkerung stammen, sich direkt an diese richten oder für diese relevante Aspekte aufnehmen. Ergänzt wird die Ausstellung durch andere Medien, die zur Veranschaulichung dienen.

Entworfen und erarbeitet wurde Plakatiert! von Studierenden der Ethnologie und der Curatorial Studies der Goethe-Universität Frankfurt. Sie definierten ab dem Wintersemester 2018/19 die Themen, wählten Plakate aus, schrieben Texte und entschieden über Gestaltung und Öffentlichkeitsarbeit mit. Plakatiert! ist somit eine Schnittstelle zwischen akademischem Lernen, Berufsorientierung und der Aufarbeitung wissenschaftlicher Ergebnisse für die Öffentlichkeit. Und sie ist ein Versuch, mehr als nur „Indianer“ zu zeigen.

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