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Herstellerin uns nicht bekannt
Kopftuch (Adrar)
Afrika, Marokko, Anti-Atlas, Afouzar-Iligh
Um 1940
Textil; gewebt, bemalt
Annette Korolnik-Andersch (Künstlerin) und Marcel Korolnik (Mediengestalter) erwarben das Kopftuch auf einer ihrer Reisen in Marokko
Schenkung an das Museum für Völkerkunde Dresden durch Korolnik-Andersch 2019
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Eine Frau aus der Gemeinschaft der Feija hat dieses Kopftuch aus Wolle etwa 1920 in Afouzar-Iligh für eine Hochzeit gefertigt und bemalt. Der Adrar besitzt ein modifiziertes Motiv eines Bab - eines Hauseingangs. Dabei dient die untere Öffnung als Eingang für die Menschen, der obere kreisrunde Durchlass für die Hausgeister (Djinnun). Menschen und Geister dürfen ein Haus niemals durch denselben Eingang betreten.

Im oberen Teil des Bab ist eine Hennablüte zu erkennen. Im unteren Teil ist ein Kreuz mit einem Auge in der Mitte dargestellt. Dies stellt die Zahl 5 (hamsa) dar, die auch als Glückszahl gilt. Die Kreuzmotive am unteren Rand zeigen wahrscheinlich Zeichen aus dem Tifinagh-Alphabet.

Team GRASSI.SKD

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