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Herstellerinnen uns nicht bekannt
Wickeltuch (Haik)
Afrika, Marokko, Anti-Atlas, Afouzar
1940-1960 und 2019
Textil; gewebt, bemalt
Annette Korolnik-Andersch (Künstlerin) und Marcel Korolnik (Mediengestalter) erwarben das Wickeltuch auf einer ihrer Reisen in Marokko
Schenkung an das Museum für Völkerkunde Dresden durch Korolnik-Andersch 2019
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Eine Frau aus der Gemeinschaft der Feija hat das Wickeltuch (Haik) aus Wolle zwischen 1940 und 1960 in Afouzar in Marokko gefertigt. Das Tuch besitzt neben zahlreichen Schutzzeichen weiße Baumwollwirkereien, über deren Bedeutung nur die Herstellerin selbst Wissen besaß. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits einige wenige Hennabemalungen auf das Tuch aufgetragen worden.

2019 reiste die Sammlerin Annette Korolnik-Andersch jedoch erneut mit dem Haik nach Marokko, um es vor der Übergabe an das Museum für Völkerkunde Dresden 2019 von Frauen und Mädchen der Feija nachträglich mit Henna bemalen zu lassen. Dadurch befinden sich neben früheren Symbolen wie der Sichel, dem Kamm oder dem Skorpion auch zeitgenössische Motive wie Moscheen, Fuß- und Handabdrücke, der Schriftzug "Allah" oder eine Teekanne, ein Bus, Blumen und Vögel auf dem Haik. Auch Segen (Baraka) gebende oder vor Geistern (Djinnun) schützende Zeichen wie ein Auge gegen den bösen Blick oder die Hand Fatimas sind Teil der Bemalung. Die Herstellerinnen vereinten hier positiv konnotierte Schutzzeichen sowie Schriftzeichen aus dem Tifinagh-Alphabet.

Team GRASSI.SKD

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