Herzlich willkommen im Münzkabinett. Sie befinden sich in einem von insgesamt vierzehn Museen, die im Verbund der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zusammengefasst sind. Sein Bestand umfasst etwa 300.000 Objekte. Damit gehört es neben den Münzkabinetten in Berlin und München zu den großen Universalsammlungen Deutschlands und ist von europäischer Bedeutung.
Die Sammlung geht auf Herzog Georg den Bärtigen bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück. Die sächsischen Kurfürsten und Könige, die auf Georg folgten, erweiterten sie: durch gezielte Ankäufe und durch Übernahmen ganzer Sammlungen und Schenkungen. Anfang des 18. Jahrhunderts - in der Blütezeit des Barock - zählte das Dresdner Münzkabinett zu den berühmtesten seiner Art in Europa. Der Universalcharakter der Sammlung mit der Gliederung in verschiedene Abteilungen war damals bereits klar erkennbar.
In der Geschichte des Museums gab es mehrere Standortwechsel. Bis zum 19. Jahrhundert war die Sammlung zunächst im kurfürstlichen Residenzschloss, später im kurprinzlichen Palais auf dem Taschenberg und schließlich im Japanischen Palais untergebracht. Seit Beginn der Aufklärung wurde das Münzkabinett immer mehr zu einem wissenschaftlichen Forschungszentrum. Bedeutende Inspektoren und Direktoren arbeiteten hier. 1877 kehrte die Sammlung zurück ins Residenzschloss. Von 1911 bis 1945 war sie in eigenen Räumen im Kanzleigebäude des ehemaligen Stallhofes untergebracht.
Das Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete das Aus für das Münzkabinett. Doch zum Glück nur kurzfristig. Die Trophäenkommission der Roten Armee überführte die Sammlung in die Sowjetunion. Von dort kehrte sie 1958 aber neben anderen Sammlungen aufgrund des Rückgabebeschlusses der sowjetischen Regierung wieder zurück. Die damaligen Museumsmitarbeiter nutzten ein Gebäude in der Güntzstraße als Zwischenquartier, einzelne Dauer- und Sonderausstellungen organisierten sie im Albertinum. Seit Sommer 2002 hat die Sammlung nun ihren festen Ort: hier im Georgenbau des Dresdner Residenzschlosses.
Die heutige Sammlung ist sehr umfangreich. Sie umfasst Münzen aller Länder von der Antike bis zur Gegenwart, historische und moderne Medaillen, Orden und Abzeichen, Banknoten und historische Wertpapiere, Münz- und Medaillenstempel, Petschafte, Modelle, prämonetäre Zahlungsmittel sowie münztechnische Maschinen und Geräte. Besonders stolz sind wir auf unsere Sammlung sächsischer Münzen und Medaillen, denn hier spiegelt sich die Landesgeschichte auf hervorragende Weise wider. Zudem ist dieser Teil der Sammlung der weltweit größte seiner Art. Das Münzkabinett beherbergt auch eine große Zahl der Münzfunde auf sächsischem Territorium. Für die wissenschaftliche Arbeit steht zudem eine umfangreiche numismatische Spezialbibliothek zur Verfügung.
Seit Juni 2015 existiert die Dauerausstellung. Lassen Sie sich nun von ihr verzaubern. Genießen Sie den Reichtum dieser großartigen, historisch gewachsenen Sammlung. Tauchen Sie ein in die Welt des Geldes, und lassen Sie sich überraschen davon, wie schön und faszinierend Orden und Medaillen sein können.